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Zur Neufassung der gesetzlichen Regelungen zur Gesellschafterfremdfinanzierung (§ 8a KStG)


Mit der Neugestaltung der körperschaftsteuerlichen Regelungen zur Gesellschafterfremdfinanzierung hat der Gesetzgeber entgegen anderslautenden Bekundungen der Bundesregierung die steuerlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland erheblich verschlechtert.

Sie fügt dem Standort Deutschland massiven Schaden zu.

Dies liegt zum einen an der weiteren massiven Beschränkung des steuerlichen Abzugs von Finanzie-rungskosten. Die insoweit getroffenen Regelungen stehen nicht in Einklang mit wirtschaftlichen Erfor-dernissen und Realitäten und sind deutlich restriktiver als vergleichbare Bestimmungen in anderen EU-Mitgliedsstaaten. Warnende Appelle der Unternehmen im Vorfeld der Gesetzesänderung blieben im Kern unberücksichtigt.

Erschwerend tritt hinzu, dass die Neufassung der Gesetzesregelungen äußerst komplex ist und eine Vielzahl von Zweifelsfragen aufwirft. Teilweise sind die Unklarheiten so gravierend, dass das Unter-nehmen nicht beurteilen kann, ob seine Finanzierungsstrukturen von § 8a KStG erfasst werden. Dies erzeugt ein unerträgliches Maß an Unsicherheit, das einer sinnvollen Planung von Investitionen die Grundlage entzieht.

 

 

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