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Wirtschaftslage in den USA: Viele Arbeitslose und große Verunsicherung - Vertrauen fehlt


AmCham Germany warnt vor einem zu negativen USA-Image. Das geschätzte Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA liegt immerhin bei 2,9%.

AmCham Germany warnt vor einem zu negativen USA-Image. Die wirtschaftliche Lage, insbesondere die schwache Konjunktur und die hohen Arbeitslosenzahlen lassen die USA derzeit eher schlecht dastehen. Das geschätzte Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA liegt immerhin bei 2,9%. Deutschland konnte ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent im zweiten Quartal 2010 verzeichnen. 

Entscheidend ist nach wie vor, den Menschen das Vertrauen in die Wirtschaft zurückzugeben. Nach der Wirtschaftskrise ist die Sparquote in den USA gestiegen. Die Menschen sind weiterhin verunsichert und gehen auf Nummer sicher. Doch wer spart, konsumiert nicht. Das Vertrauen wird sich mit der Zeit wieder stabilisieren. Wenn die amerikanischen Konsumenten das jetzt angesparte Geld dann ausgeben, könnte der Konsum und damit die Konjunktur sprunghaft ansteigen.

„Hire and Fire“ versus Kurzarbeit
Der amerikanische Arbeitsmarkt kennt keine staatlichen Regelungen wie Kündigungsschutz und Kurzarbeit. Im Gegenteil: In den USA wird das Prinzip "Hire and Fire" angewandt. Ein System, wodurch Firmen in den USA anders als in Europa flexibel auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes reagieren können. Sollte die amerikanische Wirtschaft noch stärker wachsen, wird der Wettbewerb um (vorher entlassene) Fachkräfte in den USA sehr groß werden. Die Krise hat gezeigt, wie wertvoll Maßnahmen wie die deutsche Kurzarbeit sind. Deutschland hat derzeit eine Arbeitslosenquote von 7,6%. Die Arbeitslosenquote in den USA liegt bei etwa 9,5 Prozent. Die Firmen in Deutschland konnten größtenteils auf Entlassungen verzichten und sind jetzt voll für den Aufschwung vorbereitet.

Die steigende Arbeitslosigkeit in den USA sorgt dafür, dass die Löhne unter Druck geraten. Wenn als Folge davon z.B. eine indische Firma in den USA investieren will, da die Löhne momentan mit den heimischen konkurrieren können, so ist das keine Gefahr für die USA, sondern eine Chance. In dieser Firma werden vorrangig Amerikaner beschäftigt sein. Investitionen sorgen für Arbeitsplätze und die schaffen Wirtschaftswachstum.

Die Pressemitteilung als pdf-Datei


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