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Arzneimittelforschung in Deutschland durch neue Festbetragsregelung mittel- und langfristig in Gefahr. AmCham Germany warnt vor nicht korrigierbaren Folgen der Gesundheitsreform


In Deutschland werden forschende Pharmaunternehmen durch die neue Festbetragsregelung auf patentierte Produkte überproportional stark getroffen und dadurch in ihrer Innovationsbereitschaft eingeschränkt. Dies zeigt der am 3. Mai 2004 veröffentlichte Untersuchungsbericht (“Special 301“) des US-Handelsbeauftragten Robert Zoellick, der den Schutz und die angemessene Sicherung geistigen Eigentums in ca. 85 Ländern untersuchte, die mit Amerika Handelsbeziehungen unterhalten.

Zoellick betont, dass zwar viele Länder bereits erste Schritte zum effektiveren Schutz geistigen Eigentums unternommen haben, hier aber weiterhin ein wesentliches globales Problem besteht, welches noch großer politischer Anstrengungen bedarf.

Auch für Deutschland werden diskriminierende Praktiken gegenüber der forschenden Industrie festgestellt: Die neue Festbetragsregelung der Gesundheitsreform sieht gemeinsame Festpreise für patentierte Produkte und Generika vor und führt damit zu einem klaren Wettbewerbsvorteil für Generika. Patente und Innovationen sind demnach in Deutschlands nichts mehr wert, wodurch hoch innovative forschende Pharmaunternehmen gezielt geschädigt werden.

AmCham Germany hat bereits in zahlreichen Gesprächen mit den Landeswirtschaftsministern vor den Auswirkungen dieser Entwicklung gewarnt. Einige Pharmaunternehmen haben bereits Stellenabbau, weniger Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Investitionsstopps angekündigt.

Deutschland ist derzeit Schlusslicht bei Innovationen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. AmCham Germany fordert eine Rücknahme der Festbetragsregelung, um in Deutschland einen effizienten Wettbewerb durch Innovation und Preise wiederherzustellen.

AmCham Germany ist mit etwa 3.000 Mitgliedern die größte bilaterale Wirtschaftsvereinigung in Europa. Die Kammer versteht sich als Kommunikationsbrücke zu Investoren in den Vereinigten Staaten. Die Förderung der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen und des Wirtschaftsstandorts Deutschland stehen im Vordergrund.

Der Special 301 Report kann unter www.ustr.gov abgerufen werden.

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