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AmCham Germany zur Unternehmenssteuerreform 2008


Das Kabinett hat am 14.3.2007 die Unternehmenssteuerreform 2008 verabschiedet. Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) begrüßt das Bestreben der Bundesregierung, die Unternehmenssteuerreform 2008 zügig umzusetzen und das Gesetzgebungsverfahren noch vor der Sommerpause 2007 abzuschließen. Sie begrüßt insbesondere die Steuersatzsenkung als einen Schritt in die richtige Richtung.

AmCham Germany bedauert jedoch, dass wesentlichen Bedenken der Wirtschaft nur unzureichend Rechnung getragen wurde. Insbesondere in den Maßnahmen zur Gegenfinanzierung sind eher abschreckende Signale an Investoren zu sehen:  Abschreibungen, Zinsaufwendungen und das Risiko von Verlusten sind wesentlich für Investitionen, insbesondere im High Tech-Bereich. Hier setzen jedoch gerade die Gegenfinanzierungsmaßnahmen an. Aus Sicht ausländischer Investoren wirkt die Vorschrift zu Funktionsverlagerungen als nicht zu unterschätzendes Investitionshemmnis. Die Maßnahmen wirken zusätzlich verschärfend bei Unternehmen in der Krise bzw. solchen mit geringer Rentabilität.

AmCham Germany bedauert darüber hinaus, dass die Bundesregierung aller Voraussicht nach EU-gemeinschaftswidrige Regelungen neu in das Gesetz aufgenommen hat und damit erhebliche Planungsunsicherheiten für Unternehmen geschaffen hat.

AmCham Germany fordert, nur tatsächlich erzielte Gewinne zu besteuern und nicht durch eine künstliche Verbreiterung der Bemessungsgrundlage einen deutschen Sonderweg zum Nachteil der Investoren einzuschlagen.

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