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AmCham Germany zum aktuellen Verlauf der TTIP-Verhandlungen


„Wir brauchen eine starke Bundesregierung. Ständige Zwischenrufe und Kommentare braucht es hingegen nicht."

Bernhard Mattes, Präsident der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) zum aktuellen Stand der TTIP-Gespräche:

"Die Verhandlungen über das TTIP-Abkommen sollten mit der notwendigen Ruhe und Sachlichkeit weiter geführt werden: Und zwar zwischen den tatsächlichen Handelspartnern, der Europäische Union und den USA. Viel zu lange ist das Abkommen nun schon Spielball unterschiedlicher Interessensgruppen. Der enorme öffentliche Druck und Diskussion haben die gesamten Verhandlungen bis heute verzerrt dargestellt, anstatt die enormen Vorteile für die Bürger und Unternehmen in der EU und den USA zu betonen. Nach über zwei Jahren Verhandlungen gibt es keinen Grund, das Abkommen als gescheitert anzusehen. Ein komplexes Abkommen dieser Größenordnung benötigt seine Zeit. Deshalb brauchen wir jetzt eine starke Bundesregierung, die trotz anstehender Bundestagswahlen das TTIP-Abkommen mit dem notenwendigen Weitblick und politischen Geschick zum Erfolg führt. Ständige Zwischenrufe und Kommentare helfen hingegen nicht.

Viel zu lange Spielball unterschiedlicher Interessensgruppen

Stattdessen sollte das Abkommen auch mit europäischer Brille betrachtet werden: Deutschland ist lediglich ein Land von vielen EU-Staaten, daher sollte ein einzelnes Mitspracherecht nicht überschätzt werden. Die Europäische Union steht exemplarisch für den Erfolg des freien, fairen und grenzenlosen Handels. Dies ist auch das Erfolgsrezept für die Zukunft. Gerade die krisengeschüttelten EU-Länder können von einem TTIP-Abkommen profitieren. Die USA auf der anderen Seite sind ebenso ein großer Wirtschaftsraum mit sehr hohen Standards. Deshalb sollten wir die europäisch-amerikanische Zusammenarbeit weiter vertiefen und ein ehrgeiziges TTIP-Abkommen anstreben."

Die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen in Zahlen

Europäer und Amerikaner blicken auf eine lange gemeinsame Geschichte mit starken politischen, ethischen und kulturellen Banden zurück. Die beiden Regionen stehen für nahezu ein Drittel des Welthandels, für 75 Prozent der globalen Finanzmarkttransaktionen und für über 40 Prozent der weltweiten Kaufkraft. Die USA sind für Deutschland der wichtigste ausländische Investitionsstandort und weltweit größter Zielmarkt für deutsche Maschinenprodukte. Amerikanische Unternehmen haben bisher 2,4 Billionen US-Dollar in der Europäischen Union investiert. Im Vergleich ist das 40-mal soviel wie in China. 2015 sind die USA zum größten Abnehmer deutscher Exporte aufgerückt. Außerdem sind die USA Europas wichtigster geopolitischer und geostrategischer Partner.

Kontakt Media Relations:
Ines Celyan, Daniel Hawk
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