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AmCham Germany zeigt Chancen und Herausforderungen für den Finanzplatz Deutschland durch REITs


Auf Einladung von AmCham Germany und der Commerzbank kamen heute hochrangige Vertreter aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor und aus Regierungskreisen in Frankfurt zu einer Diskussionsrunde zusammen, um über die Chancen und Herausforderungen des deutschen Finanzplatzes durch REITs zu diskutieren.

Während REITs in anderen Ländern bereits Erfolgsgeschichten schreiben, tut sich der Gesetzgeber hierzulande mit der neuen Asset-Klasse nach wie vor schwer. So ist nun zwar die Einführung von steuerbegünstigten Immobilienaktien in Deutschland zum 1. Januar 2007 beschlossen, jedoch werden bestehende Wohnimmobilien - zumindest vorerst - wegen sozialpolitischer Bedenken aus dem Gesetzentwurf ausgeklammert. Diese Pläne werden von der Wirtschaft kritisch betrachtet. Deutschland braucht offene Märkte, auch offene Finanzmärkte, um nicht im internationalen Standortwettbewerb zurückzufallen.

REITs (Real Estate Investment Trusts) haben sich in den vergangenen Jahren international zu dem Investmentvehikel der indirekten Immobilienanlage entwickelt. Auch für Deutschland, das Land mit dem größten Immobilienbestand in Europa, wird mit einem signifikanten Marktvolumen gerechnet. Manche Experten sehen den Anteil der Immobilienwirtschaft bei 20 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung. Die Einführung von REITs, ohne Einschränkung auf Gewerbeobjekte, wäre ein entscheidendes Signal für die Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Fred B. Irwin, Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland, sagte dazu in seiner Einführungsrede: „Aus Angst vor dem Unbekannten und falsch verstandenem Mieterschutz vergibt Deutschland erneut eine Chance, dauerhaft Anlagekapital in zigfacher Milliardenhöhe anzuziehen. Die Politik muss acht geben, dass sie durch übermäßig eingreifende Regulierungen nicht das Potenzial dieses Kapitalmarktinstruments in Deutschland erheblich unattraktiver macht, anstatt die sich bietenden Chancen zu nutzen, Wachstum und Wohlstand zu fördern und Arbeitsplätze zu generieren.”

"Ich sehe der Einführung von REITS trotz einiger Mankos mit grosser Erwartung entgegen. Der Finanzplatz Deutschland wird einer der Gewinner der REITS-Einführung sein und insbesondere mein
Haus, das die gesamte Wertschöpfungskette rund um REITS abdeckt, hat gute Chancen, sich in diesem neuen Markt herausragend zu positionieren", sagte Bernd Knobloch, Vorsitzender des Vorstands der Eurohypo AG. 

Zu den Referenten gehörten Dr. Axel Nawrath, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, und Bernd Knobloch, Vorsitzender des Vorstands der Eurohypo AG. Moderiert wurde das Forum von Volker Sach, Geschäftsführer des F.A.Z.-Instituts.

Die Pressemitteilung im pdf-Format finden Sie hier.

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