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AmCham Germany plädiert für mehr Kapital für deutsche Startups


Erstes Growth Company Forum in Berlin // AmCham Germany gründet neues Entrepreneurship Committee

Mehr Kapital nötig für internationales Wachstum deutscher Startups

Botschafter Emerson plädiert auf dem Growth Company Forum für eine Kultur des Unternehmertums und Experimentierfreude

AmCham Germany gründet neues Entrepreneurship Committee

Berlin, 16. Oktober 2014 - Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany, kurz "AmCham Germany") veranstaltete heute das erste deutsche Growth Company Forum zusammen mit dem Bundesverband Deutsche Startups und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Berlin. Ziel der interaktiven Veranstaltung war es, Investitionsmöglichkeiten in deutschen Wachstumsunternehmen für Investoren aufzuzeigen und Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalfinanzierung von Unternehmen in Deutschland zu diskutieren. Neben einer Reihe von Impulsvorträgen über aktuelle Trends und Perspektiven für Startups zeichnete sich das Forum durch eine interaktive "Pitching Session" aus, in der sich Startups potenziellen Investoren vorstellten. Begleitet wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung eines neuen Entrepreneurship Committee (Ausschuss für Unternehmertum) der AmCham Germany.

In seiner Eröffnungsrede begrüßte der US-Botschafter John B. Emerson das Anliegen der Veranstaltung, die deutsche Startup-Szene zu fördern. Unterstützung wird dringend gebraucht, denn: "Ich habe von vielen Unternehmern hier in Deutschland zu hören bekommen, dass bereits die Beteiligungen an Unternehmen (equity investments) aus der Perspektive eines 'sich verschuldens' gemacht werden", so der Botschafter. "Diese Einstellung hemmt die Experimentierfreude, die aber unerlässlich für eine Kultur des Unternehmertums ist."

Das TTIP-Abkommen sei ein wichtiger Baustein zur Innovationssteigerung und Mittestandsförderung auf beiden Seiten des Atlantiks. "TTIP fördert kleine Unternehmen", so Botschafter Emerson. "Beispielsweise indem das Abkommen den Markteintritt erleichtert durch eine Verringerung des Bürokratieaufwands und durch geringere Verzögerungen an der Grenze oder niedrigere Zollgebühren."

Im Mittelpunkt des Forums standen außerdem vier Berliner Unternehmen, die es geschafft haben, mehr als nur eine erste "Startup-Finanzierung" zu bekommen und große, bis zu dreistellige Millionenbeträge einzuwerben: Urbanara, 6 Wunderkinder, Cytolon und Lieferheld. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, dass es in Deutschland zu wenige Kapitalgeber für größere Unternehmensfinanzierungen gibt. Auf aktuelle Entwicklungen sowie Weichenstellungen für eine wettbewerbsfähige Gründerszene gingen ebenfalls die internationalen Venture Capital Partner Irena Goldenberg von Highland Capital Europe, Manu Gupta von Lakestar, Eran Davidson von Davidson Technology Growth Fund sowie Dr. Cord Gebhardt von der Deutschen Börse ein.


AmCham Germany ruft neues Entrepreneurship Committee ins Leben

Anlässlich des ersten Growth Company Forum hat AmCham Germany ein neues Entrepreneurship Committee (Ausschuss für Unternehmertum) gegründet, um Maßnahmen zur Verstärkung der Startup-Szene am Standort Deutschland zu diskutieren, eine Kultur der Risikobereitschaft statt Fehlervermeidung zu fördern und Möglichkeiten der transatlantischen Zusammenarbeit bei der Förderung von innovativen Geschäftsideen darzulegen.

"Wir wollen die Diskussion beleben, wie Unternehmenswachstum in Deutschland in Zeiten der globalen Digitalwirtschaft besser finanziert werden kann", sagte dazu Ludwig von Reiche, Vorsitzender des neuen Entrepreneurship Committee. "Die Erfahrung der USA und anderer Länder zeigt, dass Frühphasenfinanzierung allein nicht ausreicht, um Global Players von morgen zu schaffen. Positiv - und wichtig für Kapitalgeber - ist, dass Börsengänge größerer Startups nach und nach wieder im Kommen sind. Neben den Parkett-Starts von Zalando und Rocket Internet könnte alternativen Börsen wie Bergfürst eine zunehmende Rolle zukommen".

Auch das große Potenzial der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit bei der Unternehmenskultur unterstrich Bernhard Mattes, Präsident der AmCham Germany. "Die Amerikaner sind in Sachen innovative Startups und Gründungskapital Weltmeister," so Mattes. "Von der amerikanischen Ausrichtung auf Experimentierfreude und dem Durchhaltevermögen können wir viel lernen und auch viel profitieren. Gerade die deutsche Kompetenz in Ingenieurkunst zusammen mit dem amerikanischen Unternehmensgeist ergibt ein Erfolgsrezept".

Derzeit verfügt AmCham Germany über 12 wirtschaftspolitische Ausschüsse in Frankfurt und Berlin, mit dem Entrepreneurship Committe 13. Eine Übersicht der aktuellen Komiteearbeit der AmCham Germany finden Sie hier.

Zu den Event-Partnern auf dem ersten Growth Company Forum zählen der Technologiepark Berlin-Adlershof, die Deutsche Börse und die Anwaltskanzlei TaylorWessing. Mehr Informationen über das Growth Company Forum finden Sie hier.

Die Pressemitteilung als PDF-Datei finden Sie hier.

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