Committee News

Media Library Press AmCham Germany in Press Financial Services

AmCham Germany fordert schnelle Wiederaufnahme der TTIP-Verhandlungen


US-Haushalt darf nicht aus parteipolitischen Gründen gesperrt bleiben. Politischer Stillstand sendet falsche Signale.

AmCham Germany tritt dafür ein, die US-Haushaltssperre schnellstmöglich aufzuheben, um Auswirkungen auf die US-Wirtschaft sowie die Weltwirtschaft zu verhindern. Der politische Stillstand sendet sowohl an die amerikanische Wirtschaft als auch an ausländische Investoren falsche Signale. Eine vorübergehende Zahlungsunfähigkeit würde die Wirtschaft verunsichern und Vertrauen erschüttern.

Die aktuelle Haushaltssperre darf einer zügigen Wiederaufnahme der TTIP-Verhandlungen nicht im Wege stehen. Die angestrebte Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) stellt auch für die USA ein Konjunkturprogramm dar, das helfen wird, die wirtschaftlichen Aufgaben des Landes zu lösen. "Sicher ist, dass die EU und die USA nach wie vor das Ziel haben, mit dem Handels- und Investitionsabkommen einen großen wirtschaftlichen Schub für die Menschen diesseits und jenseits des Atlantiks auszulösen", betont Bernhard Mattes, Präsident von AmCham Germany. Die für letzte Woche geplante zweite Verhandlungsrunde zu TTIP mit der EU wurde aufgrund der Haushaltskrise seitens der USA abgesagt.

Das TTIP-Abkommen würde die beiden größten Wirtschaftsräume der Welt, die über 50 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften, vereinigen. In den USA könnte es zu jährlichen BIP-Steigerungen von bis zu 130 Milliarden US-Dollar führen. In der EU rechnet man mit einer jährlichen Steigerung von 160 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus würden insgesamt 400.000 neue Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks entstehen.

Eine nachhaltige und effektive Lösung der US-Fiskalpolitik kann nur mit einem parteiübergreifenden Konsens gefunden werden. Daher sollten sich US-Politiker kooperationsbereit zeigen. Aus parteipolitischen Gründen den Haushalt zu sperren und eine Erweiterung der Schuldenobergrenze abzulehnen, wäre nicht richtig. 

AmCham Germany bleibt optimistisch, dass die USA mit genügend öffentlichem Druck und dem richtigen Ausmaß des politischen Willens zu einem Kompromiss kommen können, der nicht nur für beide Parteien, sondern auch für die Gesamtwirtschaft verträglich ist.

 

 

Back