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Pressemitteilung: Ein Jahr US-Präsident Trump


USA bleiben als Wirtschaftsstandort attraktiv, aber die Verunsicherung ist groß

Mehrheit glaubt nicht daran, dass die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Trump mittel- bis langfristig erfolgreich sein wird

Viele Firmen erwarten Vorteile durch die Senkung der US-Unternehmenssteuer

Frankfurt, 16. Januar 2018 – Ein Jahr nach der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump hat die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany, kurz AmCham Germany) eine Blitzumfrage unter den Mitgliedern ihres Verwaltungsrats durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen: Der US-Markt hat seine Attraktivität seit Beginn der Trump-Administration gehalten (48 Prozent) oder sogar an Attraktivität gewonnen (36 Prozent). Dennoch ist bei knapp 70 Prozent der Befragten mit Blick auf die US-Wirtschafts- und Handelspolitik die Verunsicherung heute größer als vor einem Jahr.

AmCham Germany-Präsident Bernhard Mattes kommentiert die Stimmung wie folgt: „Es überrascht nicht, dass die USA nach wie vor ein attraktiver Wirtschaftsstandort sind. Standortbedingungen sind weniger volatil als politische Wechsel. Die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen, die seit Jahrzehnten gepflegt werden, entwickeln sich trotz der politischen Debatten weiter. Allerdings können wir nicht verleugnen, dass die Unternehmen verunsichert sind. Die Wirtschaft wartet noch auf wichtige Signale aus Washington. Von der Trump-Administration fordern wir deshalb eine klare Wirtschafts- und Handelspolitik, die verlässliche Rahmenbedingungen schafft und auf transatlantischer Zusammenarbeit beruht."

Gefragt, ob die Wirtschaftspolitik von Präsident Trump mittel- bis langfristig zu mehr Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum führen wird, geht die Mehrzahl der Teilnehmer (44 Prozent) von einem klaren „Nein" aus. Knapp ein Drittel kann die Auswirkungen noch nicht beurteilen. Positiver sehen die Befragten die Senkung der US-Unternehmenssteuer: Fast zwei Drittel gehen hier von Vorteilen für ihr Unternehmen aus.

Gemischter fällt das Urteil über die Auswirkungen des Bürokratieabbaus und der Lockerung von Regulierungen auf die Unternehmen aus: 38 Prozent halten es hier für Prognosen noch für zu früh. Zur Frage wie sich die „America First"-Politik der US-Regierung auf ihre transatlantischen und globalen Geschäftsmodelle auswirken wird, wagen 61 Prozent der Befragten noch kein Urteil zu fällen.

Die vollständigen Ergebnisse der Blitzumfrage finden Sie hier auf Deutsch und Englisch.

Die Pressemitteilung als PDF-Datei finden Sie hier.

Über die Blitzumfrage „Ein Jahr US-Präsident Trump":
Die Blitzumfrage wurde unter den Verwaltungsratsmitgliedern der AmCham Germany durchgeführt. Teilgenommen haben 26 Mitglieder des Verwaltungsrats, die deutsche, amerikanische und weitere internationale Unternehmen vertreten. Die Umfrage fand im Dezember 2017 statt.

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