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Fazit 100 Tage Bundesregierung: AmCham Germany-Unternehmen skeptisch über Wirtschaftsreformen


Laut aktueller Umfrage zweifeln Unternehmer daran, dass es der Großen Koalition gelingt, die nötigen Wirtschaftsreformen umzusetzen.

Frankfurt, 20. Juni 2018 - Die Unternehmen der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland ("AmCham Germany") zeigen sich skeptisch über die Arbeit der Bundesregierung.

Laut einer aktuellen Umfrage zweifeln zwei von drei Unternehmensvertretern daran, dass es der Großen Koalition gelingt, die nötigen Reformen in der Wirtschaftspolitik umzusetzen. Anlass der Umfrage waren die ersten 100 Tage der Bundesregierung. Eveline Metzen, Geschäftsführerin der AmCham Germany, sagt dazu: "Die Wirtschaftskraft Deutschlands ist dank eines soliden Wirtschaftswachstums und einer niedrigen Arbeitslosenquote robust. Dennoch gibt es einen enormen Bedarf an Reformen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und auch für ausländische Investoren attraktiver zu machen. Das bestätigt die Umfrage: Mehr als 90 Prozent unserer Unternehmen sehen einen hohen bzw. sehr hohen Reformdruck auf die schwarz-rote Koalition."

Größter Handlungsbedarf beim Ausbau der IT-Infrastruktur und Innovationen

Fast zwei Drittel der Befragten sehen vor allem Reformbedarf bei der IT-Infrastruktur. Unter anderem kommt der Netzausbau nach wie vor deutlich zu langsam voran. Die dafür bereitgestellten finanziellen Mittel müssen zügig genutzt werden, um die deutschlandweite Abdeckung durch Gigabit-Netze bis 2025 zu erreichen. Die bislang erfolgten politischen Impulse im Bereich der Digitalpolitik sind zu zaghaft und nicht nachhaltig genug.Außerdem müssen laut Umfrage die Forschung und Innovationen stärker gefördert werden. AmCham Germany fordert hier unter anderem die Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes, bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Start-ups und die Vertiefung der transatlantischen Innovationskooperation. Digitalisierung und Innovation sind ressortübergreifende Aufgaben. Die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland hängt wesentlich davon ab.

AmCham Germany-Umfrage zeigt: Stärkung des freien Handels sollte eines der vordringlichen Ziele der Bundesregierung sein

Ebenfalls treibt der derzeitige Handelskonflikt zwischen der EU und den USA den Unternehmen Sorgenfalten auf die Stirn: Jeder zweite Befragte sieht die Stärkung des freien Handels und das Einstehen für offene Märkte als eines der vordringlichen Ziele der Bundesregierung an. Metzen fordert die Fortführung eines konstruktiven Dialogs der EU mit der US-Administration: "AmCham Germany unterstützt die Bundesregierung, sich in Brüssel und Washington konsequent für die transatlantische Partnerschaft sowie gegen Protektionismus und für den Abbau von Handelsbarrieren einzusetzen."

Zu den Ergebnissen der AmCham Germany-Umfrage

Pressekontakt:

+49 30 288 789 -0 Frank Hufnagel
+49 69 929104 -40 Patricia Limburg
Email: presse@amcham.de

 

 

 

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